MARMOR

Marmor oder Granit, was ist das eigentlich ? Bedingt durch die unterschiedliche Entstehungsgeschichte unterscheidet man bei den Natursteinen im wesentlichen zwei Arten: MARMOR u. GRANIT. Marmor ist aus Kalk entstanden. Kalke sind Sedimentgesteine, die hauptsächlich aus weissen Karbonatkörnchen bestehen: millinonenalte Reste von Tieren, Pflanzen und Algen. Durch enormen Druck und Temperaturen entstand daraus Marmor. Die Art und die Menge von eingeschlossenen Fremdbestandteilchen und deren Anordnungen sind verantwortlich für Struktur, Zeichnung und Farbe der einzelnen Marmorarten. Marmor gibt es in vielen Gebieten überall auf der Welt. Der wohl bekannteste Ort ist die toskanische Region Carrara/ Itlaien, dort kommen die weissgrauen, klassischen Marmore vor.
LIMESTONE
Limestone/Kalkstein sind so genannte Niederschlagsgesteine, deren Entstehung vornehmlich in warmen Flachmeeren zu suchen ist. Durch primitive Lebewesen wird Kalziumoxid von verwitterten magmatischen Gesteinen mit dem Kohlenstoff aus der Atmosphäre verbunden und als Kalk ausgeschieden. Andere Organismen bauen damit Skelette, Schalen usw. auf, die nach dem Tod dieser Lebewesen absinkende oder wieder in Lösung übergehend. Es ergibt sich ein Kreislauf des Kalkes, ähnlich dem Zyklus des Sauerstoffes oder des Wassers.
Im Natursteingewerbe macht man keinen grossen unterschied zwischen Marmor und Kalkstein, man nennt einfach jedes polierfähige Weichgestein Marmor. Weil der Übergang zwischen Diagnese (d.h. Verdichtung) und Metamorphose (d.h. Umwandlung) fliessend ist, kann die Grenze auch nicht eindeutig gezogen werden. TRAVERTIN
Travertino: Die Entstehung des Travertins ist gleich dem Kalkstein zu setzen, während des Ablagerungsvorganges sind Hohlräume entstanden. Wir führen speziell den Typ RAPOLANO, welcher aus den antiken Thermalquellen von Rapolano, aus der Region Siena, stammt. Die Verwendung von Travertingestein wie Pietra di Rapolano zieht sich durch alle Zeitepochen: im Mittelalter wurde in Siena der Palazzo Pubblico, mit dessen berühmter Krönung des Turms, erschaffen. Bis heute hat sich die Beliebtheit des Travertins erhalten.GRANIT
Granit ist aus der glutflüssigen Tiefe unserer Erde durch vulkanische Bewegungen nach oben gedrückt worden und dann erstarrt. Granite (von lat.Granum, „Korn") sind massige, relativ grobkristalline, magmatische Tiefengesteine, die reich an Quarz und Feldspaten sind, aber auch dunkle Minerale, zum Beispiel Glimmer enthalten. Der Merksatz Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess' ich nimmer gibt die Zusammensetzung von Granit etwas vereinfacht wieder. Granit entspricht in seiner chemischen und mineralogischen Zusammensetzung dem vulkanischen Rhyolith.
Granit hält immer mehr Einzug nicht nur in Objektbauten, wie z.B. stark beanspruchten Eingangshallen in Banken, Hotels etc. Auch im privaten Bereich finden besonders die Strukturgranite Liebhaber.QUARZIT
Quarzite sind fein- bis mittelkörnige metamorphe Gesteine, die mit Quarzgehalten ab 98 Prozent definiert sind. Sie zeichnen sich durch große Mineralhärte aus. Das bedeutet aber nicht, dass Quarzite immer hart sind. Je nach dem Grad der Metamorphose können stark unterschiedliche Abriebfestigkeiten entstehen. Quarzitgesteine eignen sich vor allem für den Schwimmbad u. Aussenbereich.PORPHYR

Porphyr ist ein Sammelbegriff für verschiedene vulkanische Gesteine, die große, gut ausgebildete Kristalle in einer feinkörnigen Grundmasse besitzen. Sie haben für gewöhnlich eine saure (quarzreiche) bis intermediäre Zusammensetzung und bestehen meist aus Feldspäten. Der wohl bekannteste Porphyr ist der aus dem Abbaugebiet Albiano in der Region Trentino/Italien. Vielerorts in ganz Europa wurden damit Strassen und Plätze mit Pflastersteinen belegt, desweiteren eignet sich dieses bräunlich, rötliche Gestein für Mauerverkleidungen, Stufen, Terassen und Wege für den privaten Gartenbau.
SCHIEFER
Geologisch handelt es sich bei Schiefer um eine Gruppe metamorpher Gesteine (z.B.Granatschiefer, Amphibolitschiefer, Glaukophanschiefer, Tonschiefer, ) Unter hohem Druck haben sich aus den Mineralen toniger Sedimentgesteine neue Schichtsilikate gebildet, die allesamt parallel ausgerichtet sind (= Schieferung) und dadurch die gute Spaltbarkeit des Gesteins bedingen. Als Ölschiefer bezeichnet man Gesteine, die Bitumen oder schwerflüchtige Öle enthalten.
Vom Mittelalter bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurden aus Tonschiefer Schiefertafeln und Griffel als Schreibutensilien hergestellt. Bis zur Einführung großindustrieller Verfahren zur Papierherstellung und dem damit einhergehenden Preisverfall des Schreibpapiers waren Schiefertafeln und Griffel ein weitverbreitetes Schreibmaterial für den alltäglichen Gebrauch sowie für den Schulbildungsbereich unverzichtbar. Im Bauwesen wurde dunkler Tonschiefer zur Abdeckung von Giebeln, Dächern und Fassaden zum Schmuck und Schutz vor Witterungseinflüssen verwendet. Heute wird Schiefer als Schmuck für Wand- u. Bodenbeläge im Innenbereich, aber auch Waschtische für Bad und Arbeitsplatten für Küchen angewandt.QUARZWERKSTOFFE
Quarzwerkstoff ist kein Naturstein, es ist eine Mischung aus 90% Quarzgranulat, Farbpigmenten und Harz . In einigen Fällen wird diese Gemisch auch noch mit Glas-oder Spiegelstückchen ergänzt, wodurch ein besonderer Effekt erzielt wird.Es sind über 50 Farben mit polierter oder lederoptik Oberfläche im Angebot.
Diese Mischung wird in einem speziellen Vakuum- und Vibrationsprozess unter hohem Druck zu Blöcken mit 308 x 138 x 150 cm verpresst und in Platten mit Stärken 1,2 /2/3 cm gegattert und anschliessend poliert. Dabei erlangt dieses Produkt die Härte und Kristallstruktur des Quarzes und hat Eigenschaften, die viele andere Natursteine übertreffen. Die Oberfläche besitzt hervorragende Material- und Nutzungseigenschaften. Das Material ist absolut robust und widerstandsfähig und genügt sowohl durch die Optik als auch die Haptik äußerst hochwertigen Ansprüchen. Neuerdings wird während der Herstellung ein von Microban Ltd. entwickelter Wirkstoff zugeführt. Durch die anhaltende bakterienhemmende Wirkung von Microban ist die Arbeitsplatte pflegeleicht und die Fläche, auf der die Speisen zubereitet werden, bleibt anhaltentd reiner und hygienischer, auch zwischen den Reinigungen.
UVM.
Wichtig: Gesteine werden geowissenschaftlich unterschieden, in dem man Sie mit den Namen des tatsächlichen Fundortes nennt. Um die ware Herkunft zu verschleiern, versehen manche Händler die Handelsnamen exotischer Materialen mit einem völlig falschen Fundgebiet oder auch nur mit vagen, nichtssagenden Ausdrücken. Diese Unsitte soll nämlich bewirken, dass ein anderes Material vorgetäuscht wird, als das bereits mit einem oft guten, sinnvollen Originalnamen im Herkunftsland versehene.
Von diesem Wirrwarr aus Namen lassen wir uns nicht beirren, denn wenn wir mal einen Stein bearbeitet haben, wergessen wir seine Eigenschaften nie.
Wir finden für Sie auf jedem Fall den richtigen Stein.