POLIERT

Als attraktivste Seite eines Natursteins gilt die polierte Oberfläche. Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen Politur und poliert in der umgangssprachlichen Bedeutung . Hartgesteine, wie Granit, Basalt oder Gabbro können so weit ausgeschliffen werden, dass keine Schleifspuren mehr erkennbar sind, auch nicht im Streiflicht. Dennoch sind Glanzunterschiede zwischen den einzelnen Mineralien z. B. bei Graniten nicht auszuschließen. Deshalb kommt es zu keiner echten Politur sondern es kann nur von teilpoliert gesprochen werden. Der Nachteil einer polierten oder teilpolierten Oberfläche von Fußboden- und Treppenbelag liegt in einer unzureichenden Rutschsicherheit. In öffentlichen Gebäuden und in Arbeitsstätten sind Rutschsicherheitswerte (z. B. R 9) gefordert, die teilpoliert und mit Politur nicht erreicht werden können. Lediglich bei MARMOR u. KALKSTEINEN ist es möglich eine echte Politur mit Oxalsäuren z. B. mit Kleesalz aufzubringen. Dabei werden an der Natursteinoberfläche Calciumoxalate gebildet, die besonders stark Licht reflektieren. Ein Vorteil der polierten Flächen ist neben dem Aussehen die gute Reinigungsfähigkeit; als Nachteil bleibt die fehlende Rutschsicherheit.

GESCHLIFFEN

Geschliffene Oberflächen erscheinen je nach Schleifstufe und Gestein matt bis halbglänzend und haben den Vorteil, dass die Oberfläche bei Bedarf neu geschliffen werden kann, wenn sie unterschiedlich abgenutzt wurde (schleichende Verglättung) .
Ein Schliff wird z.  B. mit
C 120 gekennzeichnet. Das C steht für Carborundum (Siliciumcarid), und die jeweiligen Zahlen stehen für die grösse des Schleifkorns. Demzufolge ist kein einheitlicher Oberflächenschliff für jeden Naturstein herstellbar, weil es vor allem darauf ankommt, ob werksseitig mit Grossmaschinen oder vor Ort mit handgeführten Schleifmaschinen geschliffen wird.
Tabelle:
C 60 : grobschliff
C120: mittel Schliff
C220: feiner Schliff
C320: seidenmatte Oberfläche
C600: fast poliert.

GEBÜRSTET

Mit Hilfe von Bürsten, in deren Metall- oder Kunststoffborsten Schleifkörner meist aus Diamant eingearbeitet sind, wird die grob vorgeschliffene Oberfläche nochmals bearbeitet und geglättet. Dabei werden wegen der unterschiedlichen Materialhärte Risse und Strukturen verstärkt hervorgehoben. Es entsteht der Eindruck, als wäre dieser Stein seit Jahrhunderten in Gebrauch gewesen, dabei kann mit unterschiedlichen Bürsten-Körnungen mehr oder weniger Glanz erzielt werden.

ANTIK

antikDie Oberfläche wird mit Sandstrahlgerät und Strahlmitteln unterschiedlichster Drücke und Körnungen bearbeitet. Je nach Strahlgut, Strahldruck und Gesteinszusammensetzung kann eine sehr grobe bis sehr feine Oberfläche erzeugt werden. Das Strahlgut besteht aus Gründen des Arbeitsschutzes nicht mehr wie früher aus Quarzsand, sondern aus quarzfreien Materialien wie Korund. Auch hier werdenvor allem bei Marmor und Kalksteine weichere Stellen wie Risse und Strukturen vertieft hervorgehoben. Im Anschluss wird die Oberfläche mit einem speziellem Antikmittel auf basis von Wachsen und Ölen gebeizt. Es entsteht eine Antik wirkende rustikale Erscheinung.

GEFLAMMT

Beim Beflammen von Hartgesteinen wie Granit Quarz usw. werden mit einem Acetylen-Sauerstoff -Brenner glatte Steinoberflächen gleichmässig angestrahlt und erhitzt. Bei über 500 °C ergibt sich eine sprunghafte Volumenvergrößerung das zu intensiven gleichmässigen Abplatzungen führt, dabei entsteht eine relativ gleichmässig raue Oberflächenstruktur . Beflammte Oberflächen zeichnen sich durch eine hervorragende Rutschsicherheit aus und werden deshalb vornehmlich im Außenbereich als rutschsicherer Belag verbaut. Beim Innenausbau würden sie einen hohen Reinigungsaufwand erfordern. Anders als beim Stocken gibt es für beflammte Flächen keine kontrollierbare Abstufung von grob bis fein. Das Ergebnis des Beflammens ist abhängig von der Art des Naturwerksteins, den darin enthaltenen Mineralen und vom Temperaturschock, der beim Flammen entsteht. Dieser kann in der steinindustriellen Serienfertigung durch die plötzliche Abkühlung der erhitzten Fläche mit Wasser verstärkt werden. Außenbeläge aus Naturstein werden häufig zur Rutschsicherheit beflammt eingebaut. Eingebaute Natursteine, die nicht rutschsicher sind, lassen sich nachträglich aus technischen Gründen besser beflammen als stocken. Beim Beflammen gelber Granite kommt es zu einer Umwandlung des gelben Eisenoxids (Limonit) in rotes Eisenoxid (Hämatit) . Die Steinoberfläche wird zwar aufgeraut, aber aus gelbem wird roter bzw. rötlicher Granit.

GEFL.+GEBÜRSTET

Beflammt und gebürstet ist eine der neuesten Bearbeitungsformen für Fußbodenbeläge. In den Fertigungswerken wird die Gesteinsoberfläche in einem Arbeitsgang zunächst beflammt und aufgeraut (siehe oben). Mit Hilfe von Bürsten, in deren Metall- oder Kunststoffborsten Schleifkörner eingearbeitet sind, wird die beflammte Oberfläche geglättet. Dabei wird die Mikrorauigkeit, die durch das Beflammen entstand, eliminiert. Die Oberfläche fühlt sich samtweich an, ist aber makrorau.

SANDGESTRAHLT

sandgestrahlt Sandgestrahlte Steinoberfläche , Muster ca. 15 × 15 cm Die Oberfläche wird mit Leistungsstarken Sandstrahlgeräten und Strahlmitteln unterschiedlichster Drücke und Körnungen bearbeitet. Je nach Strahlgut, Strahldruck und Gesteinszusammensetzung kann eine sehr grobe bis sehr feine Oberfläche erzeugt werden. Das Strahlgut besteht aus Gründen des Arbeitsschutzes nicht mehr wie früher aus Quarzsand, , sondern aus quarzfreien Materialien wie Korund. Diese Anwendung kann für den Aussenbereich eine gute Alternative zur Beflammter Oberfläche auf Granite sein.

GESTOCKT

Beuchaer-gestockt Gestockte Steinoberfläche aus Beuchaer Granitporphyr, Muster ca. 25 × 15 cm Stocken von Steinoberflächen war ursprünglich eine klassische handwerkliche Flächenbearbeitung nur für Hartgesteine, die in manuellen Arbeitsabläufen vom Groben zum Feinen vor dem Schleifen und Polieren in Form gebracht wurden. Dabei werden mit einem Stockhammer, heute mit Pressluft angetrieben, dessen Arbeitsfläche wie die eines Küchen-Fleischklopfers mit pyramidenförmigen Zähnen aussieht, unterschiedlich raue Steinoberflächen erzeugt. Unterschiede in der Rauigkeit werden durch die Größe der Zähne und damit dem Abstand der Zahnreihen zueinander bestimmt: ▪ Grob gestockt: Zahngrößen 10 bis 12 mm ▪ Mittelgestockt: Zahngrößen 6 bis 7 mm ▪ Feingestockt: Zahngrößen 4 bis 5 mm ▪ Fein und schleifgerecht gestockt: Zahngröße 4 mm ▪ Feinstgestockt: Zahngröße 3 mm Gestockte Oberflächen glänzen nicht; sie sind rau und matt. Neben einer visuellen Oberflächengestaltung können steinerne Außenbeläge durch Stocken rutschsicher aus- oder nachgerüstet werden.

SPALTRAUH

IMG_0051Für spaltraue Bodenbeläge im Innenbereich werden vornehmlich schiefrige Gesteine wie z. B. Alta Quarzit oder andere Schieferarten, oder auch Sonhofener Platten verwendet. Für den Aussenbereich bietet sich Porphyr oder Quarzitarten, die von Natur aus eine spaltraue Oberfläche haben. Spaltraue Oberflächen werden auch mit Steinspaltmaschinen hergestellt und zeigen unbearbeitete (natürliche) Steinoberflächen. Spaltraue Oberflächen finden entweder als Mauerwerksteine, Fassadenplatten oder Bodenbeläge Verwendung. Beim Verlegen von spaltrauen Natursteinplatten im Außenbereich muss auf ein entsprechendes Gefälle geachtet werden, damit sich keine Pfützen bilden, die bei Frost Rutschgefährdungen darstellen. Natursteinplatten werden spaltrau und angeschliffen angeboten. Angeschliffen bedeutet, dass sie zusätzlich mit einer Schleifmaschine partiell überschliffen werden. Dabei entsteht eine Steinoberfläche, die sowohl spaltraue als auch geglättete Partien aufweist.

GETROMMELT

IMG_0040Bei den antikisierten Bodenbelägen aus Naturstein handelt es sich um bereits aufs Maß gesägte Platten in einer Dicke von ca. 4 cm, die in einen Freifallmischer (geschlossene Stahltrommel mit Fassungsvermögen bis zu einigen Tonnen) unter Zugabe von Quarzsand und Wasser gegeben werden. Durch die Rotation des Trommelmischers schlagen die Platten aneinander und die Steinkanten platzen ab sowie Steinoberflächen werden geprellt und rau. Anschliessend werden die Platten durch Sägen halbiert, so dass eine Dicke von ca. 1,5 cm verbleibt. Dieses Verfahren gibt den sogenannte getrommelten Steinplatten ein antikes Aussehen.

UVM.

Dies ist nur ein Auszug der Oberflächen die wir für Sie herstellen können.